Probenahme und Untersuchung gehören zusammen
Für die gesetzlich vorgeschriebene Legionellenuntersuchung wird eine zugelassene Untersuchungsstelle beauftragt. Der Auftrag muss die Probenahme einschließen. Die eingesetzten Probenehmer müssen qualifiziert und in das Qualitätsmanagementsystem dieser Untersuchungsstelle eingebunden sein.
Probenahme, Transport und Laboruntersuchung gehören zu einem zusammenhängenden Untersuchungsprozess. Die Probe wird dokumentiert, unter geeigneten Bedingungen transportiert und im Labor mit dem vorgesehenen Verfahren untersucht. Ergebnis und Probenahmedaten werden im Prüfbericht zusammengeführt.
Die Installation als System untersuchen
Bei der systemischen Legionellenuntersuchung wird geprüft, ob zentrale Bereiche der Trinkwasserinstallation Legionellen an weitere Teile des Systems abgeben. Ziel ist es, die Warmwasserinstallation als System zu beurteilen und nicht nur eine mögliche lokale Verunreinigung, etwa an einem einzelnen Duschkopf.
Dafür werden repräsentative Probenahmestellen ausgewählt. Typisch sind der Warmwasserausgang des Trinkwassererwärmers, der Wiedereintritt einer vorhandenen Zirkulation und geeignete Entnahmestellen in den versorgten Bereichen. Welche Stellen erforderlich sind, hängt vom Aufbau, der Leitungsverteilung und der Nutzung der Installation ab.
Probenahmestellen nachvollziehbar planen
Ein Probenahmeplan legt fest, an welchen Stellen und für welche Fragestellung Proben entnommen werden. Er berücksichtigt den Aufbau der Trinkwasserinstallation, die vorhandenen Stränge, die Nutzung und den erforderlichen Untersuchungsumfang.
Welche Probenahmestellen geeignet sind, muss aus der tatsächlichen Installation abgeleitet werden. Der Betreiber stellt die notwendigen Probenahmestellen zur Verfügung. Die fachliche Festlegung sollte durch entsprechend qualifizierte Personen erfolgen und mit der Untersuchungsstelle abgestimmt werden.
Weitere Fragen zum Thema
Wie kann ich die Probenahme als Betreiber vorbereiten?
Stellen Sie vorhandene Anlagenpläne, Angaben zur Nutzung und frühere Prüfberichte bereit. Stimmen Sie den Termin und den Zugang zu den vorgesehenen Probenahmestellen mit der Untersuchungsstelle ab. Teilen Sie bekannte Betriebsunterbrechungen, Umbauten oder Auffälligkeiten mit. Besondere Vorbereitungen müssen zur Fragestellung passen und sollten vorab mit der Untersuchungsstelle geklärt werden.
Wie viele Proben werden benötigt?
Eine feste Probenzahl für jedes Gebäude gibt es nicht. Für eine systemische Untersuchung werden mehrere repräsentative Probenahmestellen benötigt. Die Anzahl hängt vom Aufbau der Installation, der Leitungsverteilung und der Nutzung ab, nicht allein von der Wohnungszahl.
Quellen und weiterführende Informationen
- § 39 TrinkwV: Untersuchungsstelle und Probenahmeauftrag
- § 41 TrinkwV: Probenahmestellen
- § 42 TrinkwV: Probenahmeverfahren
- Umweltbundesamt: Systemische Untersuchung auf Legionellen, 2025 (PDF)
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